REISCH Maschinenbau

Im Ruhestand: GÜNTER MÜLLER, Technischer Leiter

Von 1.5.1977 bis 31.3.2018 bei REISCH

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Günter Müller begann seine Karriere bei REISCH 1977 als Technischer Zeichner

Der HTL-Absolvent war schon während eines Praktikums in den Schuljahren begeistert vom Inhaber Walter Reisch und seiner tatkräftigen Firma. Zu Beginn waren sie ein kleines Team, mit Walter und Günter im technischen Büro und Walters Frau Margit in der Administration. Fünf bis sechs Mitarbeiter waren in der Werkstatt tätig. Heute beschäftigt REISCH an die 40 Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen. Besonders prägend für Günter war das technische Wissen und Verständnis von Walter Reisch: „Ich habe sehr viel gelernt von ihm. Wir waren gemeinsam bei Kunden und Walter hat immer alles auf den Punkt gebracht. Er wusste jedes Mal ganz genau, was richtig, was für den Kunden die passende Lösung ist. Er ist einfach ein Vollbluttechniker!“

Vom Technischen Zeichner zum Technischen Leiter
Neben Planzeichnen war Günter bald verantwortlich für Projektleitung, das gesamte Angebotswesen sowie die Betreuung und Beratung von Kunden. „Wir waren ein kleines Unternehmen und ich war für alles zuständig – von der ersten Idee über Kundenbesprechungen, Konstruktion, Erstellen von Berechnungen und Werkstattzeichnungen bis zum Fertigstellen einer großen Anlage und deren Auslieferung“, zeigt sich Günter enthusiastisch über die Anfänge. Auch Montageeinsätze gehörten zu seinen Aufgaben. Bei großen Anlagen begleiteten die Konstrukteure die Monteure bei ihren Einsätzen – auch heute noch. Kennen diese doch die von ihnen geplanten Gewerke am besten. Vor Ort nehmen auch die Konstrukteure ein Werkzeug in die Hand und arbeiten aktiv mit. Günter: „Das hat mir immer gut gefallen, dass ich auch handwerklich mitarbeiten konnte. Das gibt es nur in kleinen Betrieben.“ Besonders begeistert war Günter auch von der großen Aufgabenvielfalt, die von der Konstruktion von Seilbahnen (mit und ohne Personenverkehr) über Sondermaschinen für die unterschiedlichsten Branchen bis zu Reparaturservice und Lohnfertigung reichte.

Als die REISCH-Mannschaft wuchs und es mit Robert Willi einen Konstruktionsleiter gab, avancierte Günter zum Technischen Leiter. Als Bindeglied zwischen Kunden, technischem Büro und dem Werkstattleiter Wolfgang Bischof war ihm eine gute Zusammenarbeit der Teams besonders wichtig.

Günter war 41 Jahre dabei und würde diese Berufs- und Firmenwahl jederzeit wieder treffen: „Gemeinsam mit einem guten Team und unter guter Führung konnte ich unzählige schöne Aufträge und spannende Projekte umsetzen. Es war mir immer ein Anliegen, optimale technische Lösungen anzubieten. Unsere innovativen Sonderlösungen sind auch immer sehr gut angekommen, unsere Kunden sind zufrieden und oft begeistert. Dies ist nur mit einer verlässlichen und motivierten Mannschaft möglich. Bei REISCH zählten und zählen Zusammenhalt, Vertrauen und Kameradschaft. Das werde ich vermissen, auch wenn ich mich jetzt genauso auf meine bevorstehenden Vorhaben freue.“

Mit besonders großem Stolz und Freude blickt er auf die Erstellung des ersten Doppelpullers mit fliegender Säge 1998 zurück. „Die Konkurrenz hatte mit der Inbetriebnahme solcher Anlagen große Probleme. Wir haben den ersten entwickelt, gebaut und installiert; nach einer Woche ist er perfekt gelaufen. Alle haben gestaunt. Inzwischen haben wir 17 weitere Anlagen gefertigt.“

Ein neues Zeitalter und Generationenwechsel
Walter Reisch‘s Sohn Arno übernahm die Leitung von REISCH 2003. Günter schätzte auch die Zusammenarbeit mit Arno sehr: „Er ist ein unternehmerischer Allrounder, was bei der jetzigen Firmengröße wichtig ist. Er hat neben seinem großen Wissen ein gutes Gespür dafür, die richtigen Mitarbeiter mit den passenden Kompetenzen und Spezialisierungen für die jeweiligen Bereiche einzusetzen. Er weiß, was es braucht.“

Die Zeit, als Arno die Führung übernahm, war bereits geprägt durch den immer schneller werdenden technologischen Wandel. Arno führte eine umfassende EDV ein, die seither stets auf aktuellem Stand der Technik gehalten wird. Seit März 2017 werden alle Geschäftsprozesse nahezu vollständig mit einer ERP-Lösung abgebildet, um digital optimal eingerichtet zu sein. Für Günter ist jetzt die richtige Zeit, in Pension zu gehen: „Mich auf diese neue, ganz andere Arbeitswelt nochmals einzulassen, wäre ein riesiger Schritt für mich. Es würde sehr viel Energie brauchen, mich da hineinzuleben.“

Wohlüberlegt: die Nachfolge
Günter gab bereits vor zwei Jahren Bescheid über seine Ruhestandspläne. Dadurch konnte auch die Nachfolge gut geplant werden, was ihm sehr wichtig war. Und so konnte er Thomas Ellensohn, der damals bereits seit drei Jahren als Konstrukteur bei REISCH arbeitete, gut auf diese Tätigkeit vorbereiten und sein langjähriges Know-How an ihn weitergeben.

Zukunftspläne
Günter und seine Frau haben viele Pläne für die kommenden Jahre: das Haus sanieren, ihren großen Garten bewirtschaften und unzähliges mehr... Als leidenschaftlicher Sportler freut sich Günter jetzt mehr Zeit zum Radfahren, Bergsteigen und Skifahren zu haben. Auf der Reiseliste stehen heuer Ecuador und die Galapagos-Inseln; nächstes Jahr möchte er wieder aufbrechen zu den Bergen Nepals, wo er schon zweimal war. Und last but not least halten ihn seine acht Enkelkinder fit – er freut sich, dass er jetzt mehr Zeit mit ihnen verbringen kann.

Ruhestand Günter Müller